Das perfekte EDC Back-Lock Taschenmesser? Böker Rangebuster vs. Moki Blakiston’s Large Fish Owl

Auf der Suche nach dem perfekten EDC (every day carry) Alltags-Taschenmesser im mittleren Preisbereich bin ich bei Böker vs Moki gelandet. Voraussetzung für die Selektion: hochwertiger Messerstahl, leicht aber robuste Bauweise, Micarta Griffschalen, Zweihandöffnung für §42a Konformität, Arretierung für erhöhte Sicherheit.

Das Böker Rangebuster aus Solingen erinnert an das alte „Hippekniep“ (Ziegenmesser) aus dem 18. Jahrhundert, allerdings mit Materialupgrade und integriertem Back-Lock. Gesamtlänge 17,1cm bei 7,7cm satinierter Droppoint-Klinge aus eisgehärtetem N690 mit 60 bis 61 HRC welche mit einem Flachschliff versehen ist und mithilfe des traditionell gezahnten Nagelhau geöffnet wird. Als Griffmaterial kommt rotbraunes Leinen Micarta zum Einsatz, die dekorativen Nieten bestehen aus Messing und sind perfekt verschliffen. Super Grifflage bei nur 43 Gramm!

Das Moki aus Japan blickt ebenso auf eine über 100 Jährige Geschichte zurück und kommt in schwarzem Micarta mit silbernen Nieten daher. Gesamtlänge 17cm bei 7,5cm satinierter Klinge aus AUS8 Stahl bei nur 45 Gramm Gewicht. Hierbei handelt es sich um die Large Variante.

Beide besitzen am Griffende eine Fangriemenöse und liegen bei ca. 120 Euro.

Im direkten Vergleich fällt auf, dass das Moki etwas runder im Design ist und die Klinge weniger hoch aufbaut. Daher sinkt sie im geschlossenen Zustand etwas weiter ein was mir persönlich gut gefällt. Dennoch spricht mich die Klingenform des Böker mehr an, da sie für mich mehr einem klassischen Messer entspricht. Zudem mit die extreme Spitze des Moki etwas Sorge hinsichtlich Stabilität bereitet.

Negativ beim Moki ist in meiner Sicht vor allem der sehr scharfkantige Bereich des herausstehenden Klingenendes (Gefahr von Verletzung und Stoffschlitzer), sowie das starke Klingenspiel im geschlossenen Zustand. Zudem der nicht 100% perfekte Verschliff der Achsnieten. Hatte drei Reklamationen bis das vierte Modell einigermaßen passte.

Negativ beim Böker fällt mir lediglich eine etwas scharfe Kante am Ende des Backspacers sowie ein nicht 100% perfekter Übergang vom Back-Lock im geschlossenen Zustand auf. Zudem fände ich es schön wenn die Klinge im geöffneten Zustand plan mit der Rückenfeder abschließen würde.

Im direkten Vergleich geht der Punkt für mich aber eindeutig an das Böker, da im Gesamtpaket und von der Verarbeitungsqualität einfach m.E. eine Nummer besser.

Last but not least sei gesagt, beide lassen sich mit etwas Fingergeschick auch mit einer Hand über den Klingenüberstand öffnen und da kein BKA Feststellungsbescheid vorliegt ist es also mit der §42a Konformität Ermessenssache des Prüfers wenn es dazu käme. Nagelhau und Herstellerbeschreibung hin oder her.

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