Coast Hightide No.04 (Klapprad / Faltrad)

Es war wieder einer dieser Tage bei Sonnenschein und Kopfkino, welches dazu führte mich mit dem Thema Klapprad bzw. Faltrad zu beschäftigen. Faszinierend und praktisch fand ich diese immer schon, allerdings waren meine bisherigen Erfahrungen damit eher weniger gut. Zu kompliziert, zu instabil, zu teuer.

Nun, nachdem ich an besagtem Strohwitwer-Tag dachte wie schön es wäre nun mit dem Auto an den nächste See oder Fluß zu fahren und dort ein wenig beim radeln die Seele baumeln zu lassen, begann ich mit meiner akribischen Recherche in den Weiten des Datenmeeres.

Als notorischem Preis-/Leistungs Verfechter gestaltete sich dies garnicht so einfach, da es – vielleicht bedingt durch Corona und Ferienzeit – nur eine sehr begrenzte Auswahl an verfügbaren Modellen in den einschlägigen Online-Händlern (mit Filialanschluß) gab und zudem mir kaum etwas von der Optik her gefiel. Es sollte möglichst leicht sein, solide Technik, einfache Faltmechanik, robuste Bauweise, kein Schnick-Schnack, max 500€.

Hängen blieb ich bei Bike & Outdoor Company, gegründet 1999 in Hamburg mit inzwischen 36 Filialen bundesweit, so auch in meiner Nähe. Diese boten ein Klapprad der Marke Coast an, welches mir optisch, sowie von den techn. Daten (Alu, 13kg, Freilauf, 8G Shimano, V-Breaks, Selle Royal Sattel, Ständer, Tektro Bremshebel mit integrierter Glocke etc.) zusagte und auch der Preis passte. Faltmaß 68x78x34. Eine passende Tasche hat BOC für 29€ im Sortiment.

Gesagt, getan. Mit Newsletteranmeldung nochmal 10€ Rabatt und online bestellt, da bei mir in der Filiale nicht vorrätig. Keine paar Tage später rief mich die freundliche Dame der Spedition an und teilte mir die Zustellung am nächsten Werktag mit. Gespannt wartete ich also auf Schenker Logistik und erhielt mein Paket im avisierten Zeitfenster.

Ausgepackt, aufgebaut, eingestellt und am nächsten Tag war es soweit, ab ins Auto und an den Rhein. Die erste Testfahrt war toll. Bis auf ein paar kleinere Makel war ich echt begeistert. Und die Begeisterung steigerte sich noch weiter nachdem ich mit dem Rad zu meiner nächsten Filiale fuhr um diese zu Bitten einmal vor allem über die Schaltung zu gucken, da mir bei der Probefahrt ein unsauberer Gangwechsel aufgefallen war, sowie ein durchrutschender erster Gang bei starker Belastung (Bergauffahrt). Das Personal hat sich dem sofort angenommen und war überaus zuvorkommend und serviceorientiert. Das erlebt man wirklich selten in dieser Form heutzutage. Großes Lob!

Ich ließ mein Rad bis zum nächsten Tag dort und erhielt es komplett durchgecheckt, eingestellt und überholt zurück. Eine SMS sagte mir als es wieder abholbereit war und es wartete bereits am Werkstatt-Tor auf mich. Das Kettenblatt war krumm und daher liefen die Gänge nicht rund. Man entschuldige sich vielmals. Als ich mehr oder weniger im Gehen noch nach den Griffen fragte, welche mir etwas zu „griffig“ waren, bot man mir kurzerhand an auf Kulanz/Reklamation andere Griffe meiner Wahl aus dem hauseigenen Sortiment (CFP) zu montieren. Mega.

Ich bin so dermaßen zufrieden, mit dem Rad ebenso wie der Filiale und der mir entgegengebrachten Wertschätzung der Mitarbeiter als Kunde und Käufer, dass ich sicher wiederkomme und natürlich auch weiterempfehle: www.boc24.de !!

Jeep Compass Limited Probefahrt

Am 23.06.2020 konnte ich bei ASAP (Auto-Salon am Park) in Mönchengladbach den Jeep Compass 4×4 Automatik mit 1.4l Maschine, Benziner, 170PS, probefahren. Sein maskulines Erscheinungsbild mit der markanten Front, sowie eine gute Ausstattung und wertige Anmutung erwecken in mir Emotionen. Zudem auf den ersten Blick das Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut zu sein schien. Baujahr 2019/2020 als Tageszulassung mit marginalen Kilometern gibt es für ab 25tsd EUR inkl. 4 Jahre Garantie. Im Detail sieht man hier und da natürlich die zu erwartenden Abstriche wie z.B . in der Verarbeitung der einzelnen Plastikelemente im Interieur, welche noch scharfe Grate aufweisen oder farblich nicht 100% zueinander passen. Das Fahrgefühl ist wunderbar, lediglich oben raus wäre ein wenig mehr „Zug“ toll um ggf. auf der Autobahn mal eben schnell zu überholen oder so. Der Touchscreen als Entertainment System klappt hervorragend und auch das Digitaldisplay als Tacho funktioniert tadellos. Die Sitze (Teil-Leder) waren super bequem, und auch im Fond war ausreichend Platz. Die neue Zweifarblackierung wo die A-Säulen und das Dach eine andere Farbe als der restliche Wagen haben gefällt mir persönlich nicht so gut. Die Sunrider Edition hat ein Panoramadach, ausserdem verfügen die neuen Modelle über eine Rückfahrkamera, einen Abstandstenpomat, eine Beats Soundanlage mit DAB+ Radio, Lenkrad- und Frontscheiben sowie Sitzheizung, Navi, USB, Line-in, Bluetooth, Allrad Modi für Automatik/Schnee/Sand/Matsch. Jeep gehört inzwischen zu Fiat Chrysler. Wer sich damit arrangieren kann und hoffentlich kein Montagsmodell erwischt dürfte sich über viel Auto für das Budget freuen. Achtet auf die MY (model year) Angaben und die EZ (Erstzulassung), denn von der an läuft die Garantie los, auch wenn er nur beim Händler steht. Happy cruising!

Piaggio Vespa Sprint Notte 125 ABS im Test

Roller ist ursprünglich keine Billig-Möbelhauskette, sondern der Inbegriff italienischer Lebensfreude auf zwei Rädern, genauer gesagt: der Vespa. Seit 1946 Herr D’Ascanio im Auftrag des Herrn Piaggio die Ur-Vespa „98“ schuf began der Kult. Inzwischen gibt es bereits die erste Elektro Version und zahlreiche Sondermodelle, einschließlich der hier gefahrenen Notte (=Nacht, daher nahezu komplett in matt schwarz gehalten).

Seit 1.1.2020 kann man mit ein paar Fahrstunden seinen B Autoführerschein (ab 4.1980) „upgraden“ um statt wie bisher max 50ccm, nun bis 125ccm auf zwei Rädern damit fahren zu dürfen. Ohne Prüfung oder Stress. Nennt sich B196 und ist nur in Deutschland gültig. Wer also gerne Roller fährt, aber durch die mittlerweile auf 45km/h gedrosselten 50er eher ein Verkehrshindernis auf der Landstraße darstellt als dass es Spaß macht, für den lohnt sich ein Gedanke daran. Natürlich darf auch jedes andere Zweirad damit bewegt werden, Enduro, Sportler, Chopper…

Genug der Vorrede, als es dieser Tage soweit war und ich meinen Jugendtraum der Vespa wieder aufleben ließ hatte ich schon feuchte Hände und ein Dauergrinsen im Gesicht. Die Verarbeitung, die Optik, die Haptik, es geht halt (für mich) nichts über eine echte Vespa. Mit moderner Technik wie ABS, USB Ladebuchse im Handschuhfach oder LED Scheinwerfern ausgestattet, Vollstahlrohrrahmen und Blech-Verkleidung (!), Euro 4 per Viertaktmotor mit 10,8PS bei ca. 120kg Leergewicht, sowie 2,3l/100km Normverbrauch ein Sahneteil.

Versicherung rund 50€/Jahr, Tankinhalt 8l, that’s it. Wertbeständig und Wartungsfrei, was will man mehr. Und was soll ich sagen, sie hält was sie verspricht. Fahrlaune pur, agil, spritzig, wendig, ein Hingucker. Ich liebe sie. Schnell von A nach B, oder einfach eine Ausfahrt für die Seele mit Ausblick. Fahrtwind was gibt es besseres. Mit max 91km/h schöpft sie die Möglichkeiten nicht voll aus und ist oben rum eher gemütlich unterwegs. Untenrum dank 7.700U/min macht sie ihrem Modellnamen „Sprint“ auf ihren 12″ Reifen alle Ehre und lässt jeden PKW an der Ampel links liegen.

Zubehör gibt es endlos und der Individualisierung sind kaum Grenzen gesetzt. Ob dieses Modell oder eines der zahllosen anderen, ob Automatik oder Schalter, ob cruisen oder racing, jeder wie er mag, ich bleibe bei Scooter und zitiere: „Hyper, Hyper“!

Hudora Big Wheel Style 230

Das Kind im Manne, manchmal will es einfach gehört werden 😉 Daher habe ich mir die Tage den City-Scooter „Style“ von Hudora für die kürzeren Touren zum Einkauf, durch die Stadt oder an der Rheinpromenade entlang, besorgt. Die „Premium“ Variante der Kult Marke überzeugt durch verstärktes Material, eine überarbeitete Reibungsbemse mit geringerem Verschleiß hinten, sowie ergonomische Vollgummigriffe und einen Doppelständer. Die angebrachte Klingel wirkte dagegen billig und fehl am Platz, so dass ich sie direkt abgeschraubt habe. Das matte Schwarz und ein paar Farb-Akzente in Rot (gibt’s auch in Weiß mit Gold-Elementen) sehen wie ich finde gut aus – der Hudora Aufkleber auf der Lenkstange ließ sich Rückstandslos abziehen. Vorne hat der Roller einen etwas größeren Reifen, nämlich 230mm Durchmesser und hinten 205mm Bereifung. Beide mit ABEC5 Chromkugellagern. Die Trittfläche ist mit 45x14cm auch für Schuhgröße 45 ausreichend groß und Dank Anti-Rutsch Beschichtung auch Sicher. Insgesamt ist der Scooter ca. 97cm lang, hat 44cm Griffbreite und bis 104,5cm Griffhöhe einstellbar. Mit ungefähr 5kg lässt er sich zusammengeklappt gut tragen, sogar über die Schulter hängen via angebrachtem Tragegurt der bei Nichtgebrauch über intelligente Klettverschlüsse zusammengefaltet werden kann und beim fahren nicht stört. Die Tragfähigkeit ist mit 120kg höher als bei den „einfachen“ Scootern und daher ideal für Erwachsene. Ich bin rundum begeistert und der Style hat ab Sofort einen Stammplatz in meinem Kofferraum bzw. Flur, bis zum nächsten Ausritt 🙂 PS: Klick auf’s Bild führt zum Beispiel-Produkt bei Amazon. Check it out!

Leatherman Z-Rex

Habt ihr auch soetwas im Auto? Soll im (hoffentlich nie eintretenden) Notfall Leben retten. Ausgestattet mit einem Gurtschneider mit zwei V Klingen die man bei Stumpfheit/Nutzung drehen kann, sowie einem Glasbrecher aus Wolframcarbit für kraftsparende Funktion. Zudem sind in dem Leichtgewicht ein Gasflaschenschlüssel und ein Sechskant eingearbeitet. Beigepackt ist eine leichte Tasche mit Gurtschlaufe z.B. zur Nutzung am Gürtel für Einsatzkräfte. Auch als nützliches Tool für Ersthelfer m.E. Sinnvoll im Auto in Griffweite zu haben. Für ca. 35€ stimmt hier Preis/Leistung in altbewährter Leatherman Qualität. Von mir eine klare Kaufempfehlung zu der ich hinter dem Foto den Beispiel-Amazon-Affiliate-Link hinterlegt habe. Go4it!

CAR2GO & Smart fortwo electric im Test

Nachdem ich bereits jahrelanger Kunde bei DriveNow (BMW) bin habe ich dieser Tage mal den anderen Anbieter, CAR2GO (Daimler), getestet. Soweit mir bekannt werden beide alsbald gemeinsam Sache machen, aber noch bedurfte es einer vollständigen Neuregistrierung, welche ich per App vornahm. Gegenüber den Anfängen vor ca. 10 Jahren an die ich mich erinnere eine ganz schöne Formalität war. Ich bin begeistert was sich da bis Heute getan hat und wie einfach, entspannt und schnell ich durch den Onboardingprozess gelaufen bin inkl. Führerschein fotografieren/hochladen und Vollidentifikation meiner Personendaten. In wenigen Stunden konnte es losgehen und für 9€ Registrierungsgebühr gab es gleich mal 15€ Guthaben, super. Für eine Strecke von 15km (18min) schätzte MyTaxi 31-39€ und die Bahn/ÖPNV knapp eine Stunde Wegzeit… ich wählte 400m Fussweg zur nächsten E-Ladesäule, öffnete den eSmart per App und zahlte keine 8€ zum Ziel (Standard Tarif = 0,29€ pro min). Also Zeit und/oder Geld gespart, eine feine Sache. Die Funktion der E-Ladesäule war gut gemacht, der Smart hat ein Ladekabel gix an Bord und ebenso eine Chipkarte zum Starten des Ladevorgangs. Zudem ist eine Parkkarte für angeschlossene Parkhäuser und der Zündschlüssel im Handschuhfach untergebracht. Die Fahrleistung des fortwo electric war überraschend gut in der Stadt und ebenso auf dem kurzen Stück Stadtautobahn. Beschleunigung sehr gut, Laufverhalten top, lediglich das ewige fiepen der Elektromotoren bei jedweder Nutzung des „Gas-„Pedals – und wenn es nur zum Geschwindigkeit halten ist – würde mich auf Dauer Wahnsinnig machen. Beim Starten wartete man auf den typischen Sound und Ruckeln eines Verbrenners, startete nochmal weil da nichts kam, bis man verstand dass bei E-Motoren das Anlassen lautlos ist. Die Automatik schaltete sanft und die Fahrt war wirklich entspannt. Größter Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die sehr träge reagierende Touch-Navigation mit einigen Aussetzern und Bugs, so dass am Ende das Handy mit Google Maps den Vorzug zur Wegweisung bekam. Alles in allem eine tolle Sache und Daumen hoch für CAR2GO sowie den Smart fortwo electric mit einer Reichweite von ca. 150km ein sauberes Stadtauto – auch als Cabrio erhältlich. Check it out!

Scooter Classic Parts – Mönchengladbach

Zum Frühlingsbeginn habe ich den alten Vespa Piaggio Quartz Roller mal zum Check-up in fachmännische Hände gegeben und bin über die google Umgebungssuche, sowie Abgleich der Rezensionen, Foren- und Blogbeiträge, als auch Besuch der jeweiligen Anbieterseiten letztlich bei Scooter Classic Parts in Mönchengladbach Mitte gelandet. Die Kontaktaufnahme klappte auf Anhieb über Facebook Messenger (sogar an einem Sonntag), gefolgt von einem Telefonat zum Wochenbeginn und Terminvereinbarung zur Inspektion 14Tage später. Auf meine kurzfristige Anfrage zur Organisationsänderung wegen beruflichen Terminen wurde souverän und fexibel reagiert, immer freundlich und Kundenorientiert. Auch die Abholung war wieder sehr nett. Extra an einem Samstag wurde sich Mittags ein paar Minuten Zeit genommen um mir alles zu erklären und auch die defekten bzw. ausgetauschten Teile zu zeigen. Wie es der Zufall will hatte ich im Nachgang nochmal leichte Probleme mit dem Standgas, was sofort kurzfristig und unkompliziert vor Ort nachjustiert wurde, so dass ich rundum äußerst zufrieden mit dem Service, der Qualität und dem Kontakt bin und diesen sehr gerne allen weiterempfehle die einen kompetenten und seriösen Vespa Service in Mönchengladbach und Umgebung suchen. Check it out! Fully recommended. PS: Klick auf’s Bild führt zur Scooter Classic Parts Homepage.

Unfallmeldedienst – ein Stecker der Leben rettet [UMD]

Ab 2018 müssen alle Neuwagen gemäß Beschluß der Europäischen Kommission mit einem automatischen Notrufsystem (kurz eCall) ausgestattet sein um z.B. bei einem Unfall bei dem der/die Beteiligte(n) oder Dritte nicht mehr in der Lage sind selbst Hilfe zu rufen schnell zur Stelle zu sein. Es wird erwartet so mehr als 2.500 Leben pro Jahr zu retten. Für die Mehrheit der Bevölkerung welche wie ich ein Fahrzeug älteren Baujahres als 2018 fahren gibt es in Zusammenarbeit von Bosch und der meisten Versicherer eine 12V Kfz-Stecker Lösung zum Nachrüsten. Diese wird via Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt und über eine App gesteuert. Dahinter liegt ihr Versicherungsvertrag und alle relevanten Informationen. Sobald der Stecker über die eingebauten Sensoren eine Kollision feststellt baut er einen Anruf zur Leistelle auf die nach dem Wohlbefinden fragt. Wird der Anruf nicht beantwortet wird direkt zu den übermittelten GPS Daten Hilfe geschickt. Auch eine manuelle Option zum Anfordern von Hilfe oder auch Pannendienst unterstützt die App. Für jemanden wie mich der oft Nachts alleine auf der Autobahn unterwegs ist eine beruhigende Erfindung nicht im schlimmsten Fall unbemerkt stundenlang irgendwo verunfallt zu liegen oder gar zu verbluten o.ä., so retttete dieser Stecker einem Nutzer in beschriebener Situation das Leben als er durch Sekundenschlaf sich mehrfach überschlug und bewusstlos im Strassengraben lag. Ich hoffe die Notfallfunktion NIE ausprobieren zu müssen, aber sollte es einmal der Fall sein und es mein Leben retten, waren es die am besten investierten 2€/Monat meines Lebens. Je nach Versicherung gibt es den Stecker inkl. Unfallmeldedienst ab 9€/Jahr. Per Klick auf’s Foto kommt ihr zur Informationsseite und bei eurem Versicherer zum Produkt. Safe journey!

Piaggio Quartz – läuft wie ein Uhrwerk :-D

Seit ich mit 17 Jahren das Erstemal auf einer Vespa gesessen habe – damals hatte ich noch keinen Führerschein und durfte nur auf Privatgelände mal vorsichtig eine Runde (am Gasgriff) drehen – hat mich die Liebe zur Wespe gepackt. Leider fehlte dann viele Jahre entweder Zeit oder Geld, so dass ich erst mit nun 40 Jahren stolzer Besitzer eines eigenen Piaggio Rollers – um genau zu sein des unverwüstlichen Modells Quartz (50ccm, Automatik) – geworden bin. Seit Baujahr 1995 in Erstbesitz und Garagenfahrzeug war er zwischenzeitlich über 15 Jahre stillgelegt und wurde 2016 dann fachmännisch Instand gesetzt. Neue Schläuche, Reifen, Batterie etc. sowie akkustische Blinker wurden eingebaut. So sind noch keine 10.000km auf dem Tacho und bis auf normale Gebrauchsspuren alles top in Schuß. Der wassergekühlte 2-Taktmotor schnurrt wie ein Kätzchen und läuft ohne Tuning seine 65km/h. Ob per Kick oder E-Starter, der Hobel springt sofort an und im Helmfach ist genug Platz für kleine Einkäufe oder die Faltgarage wenn man unterwegs ist, ansonsten eben für Helm & Co. Vorne gibt’s noch ein „Handschuhfach“ und der große Fussraum ohne störenden Mittelkanal lässt ein entspanntes dahinrollern zu. Theoretisch zu zweit fahrbar, sowie mit diversem Zubehör – von Koffer bis Frontscheibe – erweiterbar, mag ich es lieber puristisch und naked… daher Jet Helm statt Integralhelm auf und los geht’s die Freiheit genießen und den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. A dream come true. Herrlich. Amen.

Ein Tag mit dem neuen Jaguar E-Pace

Schon als der neue Jaguar E-Pace in 2017 präsentiert wurde war ich hin und weg. Als nun die TV Spots zur Probefahrt luden gab es kein Halten mehr. Gesagt, getan: Website, Probefahrtwunsch, ein paar Daten und senden. Kurz darauf meldete sich das Jaguar Call Center und glich nochmal die Daten ab. Diese leiteten sie dann an das nächstgelegene Autohaus zur Bearbeitung und Vereinbarung der Probefahrt. Es dauerte auch nicht lang und der sehr freundliche Verkaufsberater meldete sich und wir vereinbarten einen Termin. Den ersten musste ich kurzfristig verschieben, aber heute dann endlich klappte es und ich konnte den Wagen morgens vor der Arbeit abholen und bis Abends ausgiebig testen. Das R-Modell mit 300PS/Benzin als Automatik war nahezu komplett ausgestattet und hatte erst 484km auf dem Tacho. Ein Innenhimmel aus Velours, Head-up Display, Panoramadach, Multi-Media Touchscreen, Meridian Sound Anlage, Multifunktionslenkrad, Sport-Komfortsitze mit allem Schnick & Schnack. UVP 65.000 EUR (Basismodell ab 34tsd EUR). Im Dynamik Modus fauchte das Kätzchen ordentlich und machte dem beheizten Popo Dampf unter selbigem. Im Komfortmodus glitt es dafür elegant über den Asphalt. Zumeist Heckgetrieben, aber bei Bedarf auch per Allrad Kraft-Verteilung. Von Fahrspurassistent bis Einparkhilfe ist alles an Bord, auch eine Pannenhilfe und SOS System das im Fall der Fälle selbst auslöst und Hilfe per Koordinaten schicken kann wenn kein Lebenszeichen mehr kommt. Der automatisch zu öffnen- und schließende Kofferraum ist ausreichend groß für übliches Utensil bis hin zu einem Kinderwagen oder Reisegepäck denke ich. Die Beinfreiheit im Fond ist dafür aber ein Manko und nicht für längere Fahrten geeignet. Auch wenn die hinteren Passagiere der Blick aus dem großen Panoramadach faszinieren dürfte, von dem die vorderen Passagiere leider auf Grund der erst quasi über den Nackenstützen beginnenden Ausschnitts nicht viel haben. Übrigens ist das Dach aus Stabilitätsgeünden der Karosserie nicht zu öffnen wie mir der Verkaufsberater sagte. Schade. Die Mittelarmlehne vorne ist clever je nach Platzbedarf schnell umrüstbar, allerdings nicht höhenverstellbar, was mir etwas fehlte bzw. mir etwas zu niedrig war. Die Bedienung per Touchscreen (für manches sind zusätzlich auch die üblichen Knöpfe noch vorhanden wer das lieber mag) geht gut von der Hand, allerdings mit leichten Hängern und vor allem ist der Abstand Fahrer>Display so groß, das der Arm z.B. bei einer Adresseingabe beginnt zu schmerzen vom überstrecken. Besonders toll dagegen der intelligente Tempomat der je nach eingestellter Max Geschwindigkeit und Abstandswunsch (Viel bis Wenig) selbstständig bremst und wieder beschleunigt, je nach Verkehr bzw. freier Strecke. Toll. Die 8-Gang Automatik schaltet sauber und der Wagen liegt satt auf der Strasse und lässt sich spielerisch lenken. Dank Rückfahrkamera auch Rückwärts 🙂 Generell empfand ich den E-Pace sehr übersichtlich und wunderbar im Handling. Dennoch kommt er schön maskulin und teils bullig/aggressiv daher, was mir gut gefällt. Verbrauch liegt bei diesem Modell zwischen 9L und 13L je nach Fahrweise und Strecke. Zumindest vor dem Hintergrund das Jagur inzwischen von BMW über Ford an Tata durchgereicht wurde hätte ich die subjektiv empfundene gute Verarbeitung nicht zwingend erwartet und bin allesamt weiterhin positiv angetan, wenn auch die persönlich empfundenen Mankos die anfängliche Euphorie dankenswerterweise auf ein realistisches Niveau gebracht haben 😉 Aber wie immer gilt, check it selber out if you like – or let it be 🙂