Kategorie: Testfahrt

CAR2GO & Smart fortwo electric im Test

Nachdem ich bereits jahrelanger Kunde bei DriveNow (BMW) bin habe ich dieser Tage mal den anderen Anbieter, CAR2GO (Daimler), getestet. Soweit mir bekannt werden beide alsbald gemeinsam Sache machen, aber noch bedurfte es einer vollständigen Neuregistrierung, welche ich per App vornahm. Gegenüber den Anfängen vor ca. 10 Jahren an die ich mich erinnere eine ganz schöne Formalität war. Ich bin begeistert was sich da bis Heute getan hat und wie einfach, entspannt und schnell ich durch den Onboardingprozess gelaufen bin inkl. Führerschein fotografieren/hochladen und Vollidentifikation meiner Personendaten. In wenigen Stunden konnte es losgehen und für 9€ Registrierungsgebühr gab es gleich mal 15€ Guthaben, super. Für eine Strecke von 15km (18min) schätzte MyTaxi 31-39€ und die Bahn/ÖPNV knapp eine Stunde Wegzeit… ich wählte 400m Fussweg zur nächsten E-Ladesäule, öffnete den eSmart per App und zahlte keine 8€ zum Ziel (Standard Tarif = 0,29€ pro min). Also Zeit und/oder Geld gespart, eine feine Sache. Die Funktion der E-Ladesäule war gut gemacht, der Smart hat ein Ladekabel gix an Bord und ebenso eine Chipkarte zum Starten des Ladevorgangs. Zudem ist eine Parkkarte für angeschlossene Parkhäuser und der Zündschlüssel im Handschuhfach untergebracht. Die Fahrleistung des fortwo electric war überraschend gut in der Stadt und ebenso auf dem kurzen Stück Stadtautobahn. Beschleunigung sehr gut, Laufverhalten top, lediglich das ewige fiepen der Elektromotoren bei jedweder Nutzung des „Gas-„Pedals – und wenn es nur zum Geschwindigkeit halten ist – würde mich auf Dauer Wahnsinnig machen. Beim Starten wartete man auf den typischen Sound und Ruckeln eines Verbrenners, startete nochmal weil da nichts kam, bis man verstand dass bei E-Motoren das Anlassen lautlos ist. Die Automatik schaltete sanft und die Fahrt war wirklich entspannt. Größter Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die sehr träge reagierende Touch-Navigation mit einigen Aussetzern und Bugs, so dass am Ende das Handy mit Google Maps den Vorzug zur Wegweisung bekam. Alles in allem eine tolle Sache und Daumen hoch für CAR2GO sowie den Smart fortwo electric mit einer Reichweite von ca. 150km ein sauberes Stadtauto – auch als Cabrio erhältlich. Check it out!

Ein Tag mit dem neuen Jaguar E-Pace

Schon als der neue Jaguar E-Pace in 2017 präsentiert wurde war ich hin und weg. Als nun die TV Spots zur Probefahrt luden gab es kein Halten mehr. Gesagt, getan: Website, Probefahrtwunsch, ein paar Daten und senden. Kurz darauf meldete sich das Jaguar Call Center und glich nochmal die Daten ab. Diese leiteten sie dann an das nächstgelegene Autohaus zur Bearbeitung und Vereinbarung der Probefahrt. Es dauerte auch nicht lang und der sehr freundliche Verkaufsberater meldete sich und wir vereinbarten einen Termin. Den ersten musste ich kurzfristig verschieben, aber heute dann endlich klappte es und ich konnte den Wagen morgens vor der Arbeit abholen und bis Abends ausgiebig testen. Das R-Modell mit 300PS/Benzin als Automatik war nahezu komplett ausgestattet und hatte erst 484km auf dem Tacho. Ein Innenhimmel aus Velours, Head-up Display, Panoramadach, Multi-Media Touchscreen, Meridian Sound Anlage, Multifunktionslenkrad, Sport-Komfortsitze mit allem Schnick & Schnack. UVP 65.000 EUR (Basismodell ab 34tsd EUR). Im Dynamik Modus fauchte das Kätzchen ordentlich und machte dem beheizten Popo Dampf unter selbigem. Im Komfortmodus glitt es dafür elegant über den Asphalt. Zumeist Heckgetrieben, aber bei Bedarf auch per Allrad Kraft-Verteilung. Von Fahrspurassistent bis Einparkhilfe ist alles an Bord, auch eine Pannenhilfe und SOS System das im Fall der Fälle selbst auslöst und Hilfe per Koordinaten schicken kann wenn kein Lebenszeichen mehr kommt. Der automatisch zu öffnen- und schließende Kofferraum ist ausreichend groß für übliches Utensil bis hin zu einem Kinderwagen oder Reisegepäck denke ich. Die Beinfreiheit im Fond ist dafür aber ein Manko und nicht für längere Fahrten geeignet. Auch wenn die hinteren Passagiere der Blick aus dem großen Panoramadach faszinieren dürfte, von dem die vorderen Passagiere leider auf Grund der erst quasi über den Nackenstützen beginnenden Ausschnitts nicht viel haben. Übrigens ist das Dach aus Stabilitätsgeünden der Karosserie nicht zu öffnen wie mir der Verkaufsberater sagte. Schade. Die Mittelarmlehne vorne ist clever je nach Platzbedarf schnell umrüstbar, allerdings nicht höhenverstellbar, was mir etwas fehlte bzw. mir etwas zu niedrig war. Die Bedienung per Touchscreen (für manches sind zusätzlich auch die üblichen Knöpfe noch vorhanden wer das lieber mag) geht gut von der Hand, allerdings mit leichten Hängern und vor allem ist der Abstand Fahrer>Display so groß, das der Arm z.B. bei einer Adresseingabe beginnt zu schmerzen vom überstrecken. Besonders toll dagegen der intelligente Tempomat der je nach eingestellter Max Geschwindigkeit und Abstandswunsch (Viel bis Wenig) selbstständig bremst und wieder beschleunigt, je nach Verkehr bzw. freier Strecke. Toll. Die 8-Gang Automatik schaltet sauber und der Wagen liegt satt auf der Strasse und lässt sich spielerisch lenken. Dank Rückfahrkamera auch Rückwärts 🙂 Generell empfand ich den E-Pace sehr übersichtlich und wunderbar im Handling. Dennoch kommt er schön maskulin und teils bullig/aggressiv daher, was mir gut gefällt. Verbrauch liegt bei diesem Modell zwischen 9L und 13L je nach Fahrweise und Strecke. Zumindest vor dem Hintergrund das Jagur inzwischen von BMW über Ford an Tata durchgereicht wurde hätte ich die subjektiv empfundene gute Verarbeitung nicht zwingend erwartet und bin allesamt weiterhin positiv angetan, wenn auch die persönlich empfundenen Mankos die anfängliche Euphorie dankenswerterweise auf ein realistisches Niveau gebracht haben 😉 Aber wie immer gilt, check it selber out if you like – or let it be 🙂